Seniorenwohnen am Föhrenpark, München

Bauherr: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband München e. V.
Neubau

EG:             Eingang Pflegeheim + Cafeteria + Lichthof + Büros + Arztzimmer + Friseur
15 WE Betreutes Wohnen + 9 WE Personalwohnungen

1.-4.OG:      120 Zimmer – 107 EZ/13 DZ
133 Pflegeplätze – 31 R-gerecht/102 barrierefrei

UG:            Großküche + Personal + Lager + TG 23 Stellplätze

Grundstücksfläche:             5.510 m²
GFZ:                                    1,81
BGF:                                12.124 m²
BRI:                                 41.883 m³

Baubeginn:                     April 2016

Link zur Webcam – Baustelle

 

Dem Projekt „Seniorenwohnen am Föhrenpark“ für die Arbeiterwohlfahrt in München geht eine lange Planungsphase voraus, in der mit unterschiedlichen Modellen die optimale Form für das Bauwerk auf diesem Grundstück gefunden wurde. Das Gebäude wird im Oktober 2017 fertiggestellt. Das 5 geschossige Haus umspielt mit seiner geschwungenen Form und den Fensterbändern den erhaltenswerten alten Föhrenbaumbestand und ermöglicht durch diese Gestaltung eine optimale Flächenausnutzung. Im Inneren wird die fließende Struktur in den Flurbereichen widergespiegelt und ermöglicht den Bewohnern einen fließenden Rundgang ohne Endpunkt, ähnlich einer liegende Acht. Die liegende Acht gilt als metaphernhaftes Zeichen für die Verbindung verschiedener mentaler Sphären des menschlichen Gehirns. Ein Lichthof durchdringt das Gebäude bis ins Erdgeschoss und schafft im Inneren mit Tageslicht durchflutete helle Aufenthaltsbereiche für Sondernutzungen wie z.B. ein Gymnastikraum sowie Begegnungszonen im Flur. Ebenso ergeben sich dadurch die unterschiedlichsten Blickbeziehungen über mehrere Geschosse. Im Erdgeschoss öffnet sich dieser in eine Eingangshalle für das Seniorenheim und leitet vom Haupteingang durch das Gebäude über die öffentliche Cafeteria in den Gartenbereich.

In den oberen 4 Geschossen sind für 132 Bewohner die Pflegezimmer an der Außenfassade angeordnet mit direkten Blick in die Landschaft. Es gibt pro Etage zwei Wohngruppen mit je einem Gemeinschaftsraum und direktem Austritt ins Freie. In der Flurwandgestaltung, die die Orientierung in der Pflegeeinrichtung unterstützen soll, wird das Pflegekonzept mit dem naturheilkundlichen Ansatz mit aufgenommen. Es wurde die Geschossfarbe mit 10 verschiedenen Naturmotiven, die jeweils mit einem Kneippschen Gedanken und einer dazugehörigen Illustration, als Orientierungspunkte entworfen, die den Bewohner durch das Stockwerk führen. Sitzmöglichkeiten laden immer wieder im den aufgeweitenten Flurbereich zum Verweilen ein, wie z. B. direkt am Lichthof, und schaffen so Begegnungspunkte für die Bewohner, Besucher und das Personal. Im 3. Obergeschoss ist an die Dachterrasse ein begrünter Dachgarten angeschlossen, der die Möglichkeit schafft die wunderschöne höherliegende Lage zwischen den Bäumen mit Blick auf die Umgebung zu genießen. Auch die Bewohner im Erdgeschoss der 15 Einheiten Betreutes Wohnen sowie der 9 Dienstwohnungen haben je eine kleine Terrasse erhalten um an der Natur teilhaben zu können. Im Untergeschoss wurde die Technik, Umkleiden sowie eine Großküche untergebracht.

EingangshalleLichthofZimmerGemeinschftsraum



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